Frühstück – der beste Start in den Tag

Frühstück – der beste Start in den Tag

Die Redewendung »Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages« ist jedem bekannt und ihre Aussage wird von der Forschung unterstützt1. Jedoch ist es trotz dieses Wissens noch immer eine geläufige Angewohnheit, das Frühstück ausfallen zu lassen. In Deutschland frühstücken eins von drei Kindern selten, bevor sie in die Schule gehen – das entspricht 3,5 Millionen Kindern jeden Tag2. In diesem Artikel geht es um die neuesten Forschungsergebnisse über das Frühstück und das Wohlbefinden und er fasst zusammen, wie für jedes Kind das Frühstück zum besten Start in den Tag wird.

Frühstück – mehr als einfach nur Nährstoffe

Ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück bietet eine ganze Reihe potenzieller Gesundheitsvorteile1. Regelmäßige Frühstücker erreichen wahrscheinlicher die empfohlenen Tagesdosen verschiedener Nährstoffe, einschließlich Ballaststoffe1. Das Frühstück gehört zu den wichtigsten Gelegenheiten, um die Aufnahme von Ballaststoffen anzukurbeln3. Menschen, die sich für ballaststoffreiche Cerealien entscheiden (also solche mit einem Ballaststoffgehalt von mindestens 6 g Ballaststoffen pro 100 g), nehmen typischerweise 42% mehr Ballaststoffe beim Frühstück und 14% mehr Ballaststoffe über den ganzen Tag verteilt zu sich. Dies gilt sogar im Vergleich mit Menschen, die normalerweise Vollkorncerealien mit einem niedrigeren Ballaststoffgehalt (3 g Ballaststoffe/100 g oder weniger) für ihr Frühstück wählen4. Von sechs Kindern oder Jugendlichen erreicht momentan nur eines oder einer die empfohlene Tagesmenge an Ballaststoffen5. Daher ist es weiterhin wichtig, den Genuss von ballaststoffreichen Cerealien anzuregen.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Kinder, die gefrühstückt haben, eine verbesserte, kognitive Leistungsfähigkeit zeigen: sie können besser Probleme lösen und zeigen bessere Leistungen bei mathematischen und kreativen Aufgaben1,6. Ebenso ist wichtig anzumerken, dass Personen, die regelmäßig frühstücken, ebenso ein gesünderes Körpergewicht und einen niedrigeren Body-Mass-Index (BMI) aufweisen1,7,8.

Ernährungswissenschaftliche Richtlinien9 empfehlen, dass ein ausgewogenes Frühstück aus einer Kombination aus Vollkorn- und Milchprodukten (z.B. Milch oder Joghurt) sowie einer Portion Obst oder Gemüse und einem Getränk bestehen sollte. Eine Schüssel Frühstückscerealien mit Milch ist kostengünstig, lässt sich schnell zubereiten und essen und findet bei den meisten Familienmitgliedern Anklang. Somit handelt es sich um eine nährstoffreiche Frühstücksvariante, besonders wenn mit essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Cerealien gewählt werden (überprüfen Sie die Nährstoffangaben).

Regelmäßiges Auslassen des Frühstücks hat negative Auswirkungen auf das körperliche und mentale Wohlbefinden und die Ernährung 1.

Die Vorteile des Frühstückens liegen auf der Hand: es bietet lebenswichtige Nährstoffe, es lässt uns aufmerksamer werden, hilft uns dabei, unser Körpergewicht zu regulieren und gesund zu bleiben und verbessert die kognitive Leistungsfähigkeit und das Verhalten in der Schule.

Der beste Start in den Tag

Jeden Morgen eine kurze Zeit beim Frühstücken mit der Familie oder in einem Frühstücksclub zu verbringen, könnte Vorteile zutage fördern, die noch weit über das einfache Auftanken der Energiereserven für den neuen Tag hinausgehen. Die Empfehlung eines gesunden, ausgewogenen und täglichen Frühstücks ist in einem Land, in dem es eine häufig anzutreffende Gewohnheit ist, das Frühstück ausfallen zu lassen, ein wichtiger, ernährungswissenschaftlicher Rat.

Seit 2008 gibt es an einigen deutschen Schulen sogenannte Frühstücksclubs, die Kindern einen nährstoffreichen Start in den Tag bieten. Gemeinsam als Familie eingenommene Mahlzeiten bedeuten gemeinsame Gespräche, die Kinder nachgewiesenermaßen dabei unterstützen, Selbstvertrauen und Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln10. Nur einer von sieben deutschen Erwachsenen gibt an, zusammen mit seinen Kindern zu frühstücken11, daher kann das Schulfrühstück ein Stück weit dazu beitragen, in der Familie eingenommene Mahlzeiten zu ersetzen und deren Aufgaben übernehmen. Zusätzlich hat die Forschung gezeigt, dass Frühstücksclubs in Deutschland einen positiven Einfluss auf das Verhalten, die Pünktlichkeit und die Anwesenheit von Kindern in der Schule haben12. Es wurde belegt, dass Frühstücksclubs in Schulen das Verhalten, die Pünktlichkeit und die Anwesenheit von Kindern in der Schule verbessern 13.

Quellenangaben

  1. Herrmann ME, Hermey B (2008): Review of the research theme breakfast. Kellogg (Germany) GmbH (ed)
  2. DAK, Abteilung für Psychologie und ZAGG der Universität Lüneburg (2010): Study on Students Health (Survey on Student Health and Nutrition, 2010)
  3. Clemmens R et al. (2012): Filling America’s Fiber Intake Gap: Summary of a Roundtable to Probe Realistic Solutions with a Focus on Grain-Based Foods. J Nutr 142, 1390S–1401S
  4. Williams CL et al. (2012): Analysis of average daily fibre intake among ready-to-eat cereals consumers: role of wholegrain cereals in closing the fiber gap. Am J Lifestyle Med 7, 278–283
  5. Alexy U et al. (2006): Evaluation of dietary fibre intake from infancy to adolescence against various references – results of the DONALD Study. EJCN 60, 909–914
  6. Cooper SB et al. (2011): Breakfast consumption and cognitive function in adolescent schoolchildren. Physiol Behav 103, 431–439
  7. De la Hunty et al. (2013): Does regular breakfast cereal consumption help children and adolescents stay slimmer? A systematic review and meta-analysis. Obes Facts 6, 70–85
  8. O’Neil CE et al. (2014): Nutrient intake, diet quality, and weight/adiposity parameters in breakfast patterns compared with no breakfast in adults: National Health and Nutrition Examination Survey 2001–2008. J Acad Nutr Diet 114 (Suppl), S27–43
  9. Kersting M, Alexy U (2006): Recommendations for breakfast (breakfast guidelines). Research Institute of Child Nutrition Dortmund (FKE), Dortmund
  10. Clarke C (2013): Talk at Mealtimes. National Literacy Trust. Heruntergeladen von www.literacytrust.org.uk/ assets/0001/7937/Mealtimes_2013.pdf
  11. KELLOGG´S® (2013): Frühstücksstudie Frühstücksverhalten unter der Lupe. Verfügbar zum Download unter www.kelloggsnutrition.com
  12. www.fruehstueck-club.de/uploads/media/Pressemitteilu ng_Evaluation_Fr%C3%BChst%C3%BCck_Clubs_Sta nd_16.01.2012.doc_02.pdf.
  13. Defeyter MA et al: (2010): Breakfast clubs: availability for British schoolchildren and the nutritional, social and academic benefits. Nutrition Bulletin 35, 245–534