Lifestyle-Management – der Schlüssel zur Gesundheit

Lifestyle-Management – der Schlüssel zur Gesundheit

In den letzten Jahrzehnten haben viele Länder einen rasanten Anstieg am Anteil der übergewichtigen oder adipösen Bevölkerung verzeichnet. Wie die USA und die meisten Länder Europas fällt auch Deutschland in die Kategorie der Länder mit einem hohen Anteil übergewichtiger und adipöser Personen. Mehr als zwei Drittel aller deutschen Erwachsenen werden als übergewichtig eingestuft, einer von acht ist bereits adipös1. Zurzeit sind etwa 15 % aller deutschen Kinder übergewichtig und 6 % sogar adipös2.

Während sich die Häufigkeitsrate bei Übergewicht unter Erwachsenen stabilisiert zu haben scheint (67 % der Männer und 53 % der Frauen sind übergewichtig - diese Zahlen haben sich zwischen 1998 und 2011 nicht verändert), ist die Adipositasrate stetig angestiegen - ein Viertel der Erwachsenen sind bereits adipös3. Besonders bedenklich ist dabei die Tatsache, dass das Ansteigen der Übergewichtsrate speziell bei jungen Erwachsenen zutrifft, was zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko bereits in jungen Jahren führt.

Diese ungewollte Gewichtszunahme hat eine Vielzahl an Hintergründen. Die World Obesity Federation nennt mehrere Einflussfaktoren: geringere körperliche Aktivität (am Arbeitsplatz und in der Freizeit), gestiegener Lebensmittelkonsum und/oder höhere Energiedichte in der Ernährung, kombiniert mit einer Vielzahl weiterer sozialer, ökonomischer, pädagogischer und kultureller Faktoren4. Unser moderner Lebensstil führt sozusagen zu einer Gewichtszunahme. Damit wir Gewicht verlieren können und es auch nicht wieder zunehmen, bedarf es einem ganzheitlichen Ansatz bei dem sowohl Lebensstil, als auch Ernährung und Ernährungsmuster grundlegend geändert werden müssen.

Die kombinierten Veränderungen in unserer Ernährung und unserem Lebensstil haben außerdem das Risiko auf chronische nicht-übertragbare Krankheiten. Diese gehören zu den häufigsten Problemen im Gesundheitswesen aller europäischen Länder, so auch Deutschlands5. Viele davon könnten verhindert werden, wenn Risikofaktoren wie Übergewicht, eine ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, erhöhter Blutdruck und Diabetes erkannt und entsprechend reagiert werden würde5.

Ernährungsgewohnheiten und Veränderungen des Lebensstils sind die Hauptursachen, die ernährungsbedingte Krankheiten nach sich ziehen. Daher sind auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität die wichtigsten Faktoren zur Prävention dieser Erkrankungen6.

Literaturverzeichnis

  1. World Health Organisation Global Database on Body Mass Index Accessed on line September 2014 at: http://apps.who.int/bmi/index.jsp
  2. Kurth BM & Schaffrath Rosario A (2010) Overweight and obesity in children and adolescents in Germany Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 53: 643-52.
  3. Mensink GBM et al (2013) Übergewicht und Adipositas in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsbl 56: 786–794
  4. World Obesity Forum (2014) About Obesity. Accessed on line September 2014 at: http://www.worldobesity.org/aboutobesity/
  5. European Union (2013) Evaluation of the implementation of the Strategy for Europe on Nutrition, Overweight and Obesity related health issues. Final Report Accessed on line Sept 2014 at: http://ec.europa.eu/health/nutrition_physical_activity/docs/pheiac_nutrition_strategy_evaluation_en.pdf
  6. Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) (2014) Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur
  7. „Prävention und Therapie der Adipositas“ Accessed on line Sept 2014 at: http://www.adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/Leitlinien/S3_Adipositas_Praevention_Therapie_2014.pdf